Apple senkt Gewinnerwartung

Apple Computer hat seine Gewinnerwartung für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres 2002 gesenkt. Der Hersteller des iMac begründete dies am Dienstag nach US-Börsenschluss damit, dass der Umsatz bis zu 200 Millionen US-Dollar (210 Millionen Euro) unter den Erwartungen liegen werde. Apple rechnet mit acht bis zehn Cent je Aktie Gewinn in der am 30. Juni zu Ende gehenden Berichtsperiode. Zuvor hatte das Unternehmen elf Cent je Aktie vorausgesagt. Der Umsatz wird nach der jüngsten Prognose statt 1,6 Milliarden US-Dollar nur noch zwischen 1,4 und 1,45 Milliarden Dollar betragen. Apple gab als Grund an, dass sowohl Privatkunden als auch Verlagsunternehmen und Werbeagenturen auf Grund der schwachen Konjunktur weniger in Computer-Ausrüstungen investierten. Das gelte vor allem für Europa und Japan. „Wie auch andere Unternehmen in unserer Industrie, erwarten wir einen Umsatzrückgang in diesem Quartal. Dementsprechend werden wir unser Umsatzziel um knappe 10 Prozent verpassen, was sich in einem leicht geringeren Gewinn widerspiegelt,“ kommentierte Apple-CEO Steve Jobs. „Aber wir haben diverse neue Produkte in der Entwicklung und freuen uns auf die nächste Zeit. Als eine der wenigen Firmen in der PC-Branche ist Apple profitabel — wir blicken sehr optimistisch in die Zukunft.“

Nach Börsenschluss fielen Apple bis zu 2,90 Dollar auf 17,25 Dollar. Im Parketthandel schlossen Apple mit einem Minus von 39 Cent auf 20,15 US-Dollar. (dpa)

Quelle: heise.de

Homepage-Betreiber muss „Gästebuch“ regelmä??ig kontrollieren

Wer auf seiner Homepage ein so genanntes Gästebuch führt, muss dessen Inhalt regelmä??ig kontrollieren. Unterbleibt die regelmä??ige ??berprüfung, macht sich der Betreiber nach Ansicht des Landgerichts Trier den Inhalt der Eintragungen zu Eigen und handelt daher möglicherweise rechtswidrig (Az.: 4 O 106/00). Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Steuerberaters gegen den Betreiber einer Homepage statt. Im Gästebuch war die Aufforderung an den namentlich genannten Steuerberater zu lesen, er solle aufpassen, „ob es was bringt, Steuerbetrug und Geldwäsche zu betreiben“.

Das Landgericht sah in dieser Eintragung eine Ehrverletzung des Klägers und verpflichtete den Betreiber der Homepage zur Löschung. Au??erdem stellten die Richter klar, dass der Betreiber mindestens einmal wöchentlich den Inhalt des Gästebuchs überprüfen und rechtswidrige Eintragungen löschen muss. (dpa)

Quelle: heise.de

Bundeswehr online – Kinder, werdet Krieger

Als Highlight auf dem neuen Bundeswehrportal wird der „Treffpunkt Bundeswehr“ angepriesen: „Treff.bundeswehr.de ist eure Jugend-Site mit vielen Infos rund um den Dienst unserer Soldaten. Kommt in unsere Community, macht mit bei den Online-Spielen und seht euch unsere Videos an!“ Dieses spezielle Angebot f??¼r Kinder und Jugendliche von 14 bis 17 Jahren mischt Informationen zu Wehrpflicht und zu Laufbahnen f??¼r Zeitsoldaten mit Pfadfinder- und Abenteuerszenarien. Nach den Sch??¼ssen von Erfurt kurzfristig f??¼r eine Schamfrist auf Eis gelegt, werben nun zahlreiche Multimedia-Angebote, eine virtuelle Kaserne und ein „virtuelles Feldlager“ zielgerichtet junge bis j??¼ngste Benutzer. Klickt man beispielsweise auf das Fitness-Zelt in Prizren, dann wird deutlich: Billiger und schneller als beim Bund kommt man nicht zu guten Gelegenheiten f??¼rs Bodybuilding. Wie rund der Ball ist, zeigt im Real-Player-Format der Klick auf die Sporthalle der virtuellen Kaserne. Flotte Girls bedienen im Mannschaftsheim — und ist man erst einmal Offizier, geruht man unter einem ??¼berdimensionierten Wandteppich im Offiziersheim am edel gedeckten Tisch wie im First-Class-Hotel oder bei F??¼rstens zu speisen. Online-Spiele, auch zum Download, mit denen man Morsecode trainieren, kartographische Kenntnisse Europas vom Atlantik bis zum Ural testen und eine Aufkl??¤rungsdrohne steuern kann — auch das alles soll Kids auf die Seiten locken. Auf Ballerspiele nach US-Vorbild verzichtet die Bundeswehr aber bislang.

Klicken die Kids auf rollende Panzer, erwerben sie Wissen wie: â?????Das Heer heute beweist t??¤glich seine Leistungsf??¤higkeit im Einsatz. Hier hat sich das Heer seit 1991 hervorragend bew??¤hrt und internationales Ansehen erworben, von Kambodscha ??¼ber Somalia bis zum Balkan und seit Januar 2002 auch in Afghanistan. Hinzu gekommen sind die Auftr??¤ge im Rahmen der Anti-Terror-Bek??¤mpfung durch die Operation ‚ENDURING FREEDOM'“.

Befehl und Gehorsam sind laut Bundeswehr ganz allt??¤gliche Dinge: „Auch im nichtmilit??¤rischen Bereich gibt es das Prinzip von Befehl und Gehorsam, auch wenn die Begriffe dort nicht zu finden sind. Ob ihr anstelle ‚Befehl‘ nun ‚Anweisung‘ oder ‚Vorgabe‘ setzt, ist im Prinzip das gleiche. Nicht verkennen sollte man allerdings, dass ein ‚Befehl‘ im milit??¤rischen Bereich eventuell auch ??¼ber Tod und Leben entscheiden kann. Und dies macht den wesentlichen Unterschied des Soldatenberufes zu jedem anderen zivilen Beruf aus.â????? F??¼r Kinder und Jugendliche gro??Ÿ geschrieben werden wieder Orden und Ehrenzeichen, die Spitzenverpflegung, das Kennenlernen der Waffensysteme und die touristischen Highlights vom Reiseunternehmen Olivgr??¼n in aller Welt.

Der Haupteingang www.bundeswehr.de zeigt nach dem Relaunch eine optimierte Einteilung der verschiedenen Themenfelder, darunter Bundeswehrverwaltung, Karrieren bei der Bundeswehr oder spezielle Informationen ??¼ber die Teilstreitkr??¤fte. Die aktuellen Seiten bieten umfassende PR-Informationen zu Verteidigungspolitik, Streitkr??¤ften und Wehrdienst mit hoher Link-Dichte und strukturierter Besucherf??¼hrung. Die Rubrik „Bundeswehr & Wirtschaft“ spiegelt die zunehmende Verzahnung von Milit??¤r und Wirtschaft. Zahlreiche Verwaltungsfunktionen der Bundeswehr wurden bereits neu gegliedert, Fuhrpark und EDV-Dienstleistungen sind Beispiele f??¼r Outsourcing-Projekte in die freie Wirtschaft. Die Website des Verteidigungsministeriums wurde ebenfalls dem neuen Design angepasst. Ein regelm??¤ssiger „Reformletter“ des Bundesministeriums soll die wichtigsten Neuerungen und Hintergr??¼nde der Streitkr??¤ftereform erkl??¤ren und ist auf der Homepage zu bekommen. (Ekkehard J??¤nicke)

Quelle: heise.de

Online-Tool erstellt gesetzeskonformes Webimpressum

Die Mannheimer Firma Digitale Informationssysteme bietet auf ihrer Website ab sofort einen kostenlosen Assistenten für ein Webimpressum an. Er soll Website-Betreibern helfen, ihr Impressum gemä?? den zu Jahresbeginn erweiterten Anforderungen des Gesetzes zum elektronischen Geschäftsverkehr (EGG) zu gestalten. Das EGG verlangt von gewerblichen Anbietern eine ausführliche Anbieterkennzeichnung. Dazu gehören unter anderem die vollständige Anschrift, eine E-Mail-Adresse und — sofern vorhanden — die Umsatzsteueridentifikationsnummer. Der Webimpressum-Assistent erstellt in wenigen Schritten ein Musterimpressum für eine Vielzahl von Berufen und Rechtsformen. Nach der Eingabe des Berufes beziehungsweise der Gesellschaftsform fragt das Tool unter anderem nach der eventuell vorhandenen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und ob redaktionell-journalistische Texte verwendet werden.

Mängel am Impressum treten selbst bei gro??en Unternehmen auf. Bei fehlenden, unvollständigen oder nicht richtig angebrachten Angaben drohen ein Bu??geld von bis zu 50.000 Euro sowie kostenpflichtige Abmahnungen durch einen Mitbewerber. Die von vielen befürchteten Serienabmahnungen hielten sich bislang noch in Grenzen: Im Mai traf es Firmen aus der Immobilienbranche, Anfang Juni dutzende Fotomodelle. Rein private Websites sind von der Impressumspflicht ausgenommen.

Quelle: heise.de

Alternativer Infodienst muss Radikal-Links entfernen

Der alternative Internet-Newsdienst Indymedia.nl muss Links auf Mirror-Seiten entfernen, die auf eine Sabotageanleitung mit dem Titel „Kleiner Leitfaden zur Behinderung von Bahntransporten aller Art“ verweisen. Ein niederländisches Gericht hat die Betreiber des Info-Dienstes nach einer Klage der Deutschen Bahn AG bei Androhung einer Strafe von 5.000 Euro dazu verurteilt, auch indirekte Links — die bisher in den Niederlanden legal waren — und entsprechende Hinweise in Foren oder Gästebüchern zu entfernen. Zuvor hatte die Bahn bereits die deutschen Tochtergesellschaften der Suchmaschinen Google, Altavista und Yahoo sowie den niederländischen Provider XS4ALL erfolgreich verklagt. Die Suchmaschinen hatten daraufhin nach eigenen Angaben Hinweise auf den ursprünglich von der verbotenen linksradikalen Zeitschrift „Radikal“ publizierten Text aus ihrem Index genommen. Ironischerweise profitiert die Konkurrenz von dieser „wei??en Zensur“: Bei alltheweb.com, die sich vor kurzem damit brüsteten, einen grö??eren Index als Google zu haben, ist der Text problemlos zu finden. Dass auch andere Suchmaschinen bei Nutzung eines Anonymisierungs-Proxies entsprechende Links noch immer ausspucken, zeigt allerdings, dass solche Kontroll-Bestrebungen im Internet oft an den technischen Gegebenheiten scheitern.

Quelle: heise.de

Neue Opera-Browser sprechen unter Mac OS auch arabisch

Opera reagiert mit der Unterstützung für arabische, hebräische, koreanische und kyrillische Sprachen auf die Proteste der Community gegen Microsoft, dessen Produkte diese Sprachen in den Macintosh-Versionen nicht unterstützen. Der Chef der israelischen Apple-Vertretung Itzik Radishkovitz beschuldigt Microsoft, dies absichtlich nicht zu tun, um die Betroffenen zum Umstieg auf Windows zu zwingen. In einem Bericht des Online-Newsdienst The Register sagte Opera CTO Hakon Lie, dass Opera eine lange Tradition darin habe, sprachliche Minderheiten zu unterstützen, die von großen Unternehmen oft ignoriert werden.

Quelle: heise.de